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beitet also direkt auf den komprimierten Daten. Dadurch muss keine verlustbringende
Konvertierung vorgenommen werden. Während MPEG berechnet, wie viele Bits man in
der Auflösung einsparen kann, werden diese Bits nun genutzt, um zusätzliche Informa-
tionen unterzubringen.9 Um diese Informationen bei Kompressionen zu schützen, muss
das Wasserzeichen eine Rauschcharakteristik aufweisen, damit es möglichst genau die
Fläche unter der jeweiligen Verdeckungskurve einnimmt.10 Zusätzlich wird das einzu-
bringende Wasserzeichen redundant eingebracht, d. h. eine Mehrfachmarkierung wird
ermöglicht. Des Weiteren zeichnet sich das Verfahren durch seine geringe Komplexität
aus, da es auf das Original im Abfrageprozess verzichtet.
Zum besseren Verständnis einiger Begriffe wird zunächst auf die Digitalisierung analo-
ger Audiosignale eingegangen.
Digitalisierung analoger Audiosignale
Die Umsetzung eines analogen Audiostroms in die digitale Domäne erfolgt durch die
sog. Digitalisierung. Bei der Digitalisierung wird der Signalverlauf eines analogen Au-
diosignals auf eine Folge von diskreten Digitalwerten (Samples, Frames) abgebildet.11
Jeder Frame beschreibt die Amplitude des Analogsignals zu diesem Zeitpunkt, eine
Folge von Frames beschreibt den Amplitudenverlauf des Analogsignals über einen ge-
wissen Zeitraum hinweg. Die Ab
tastrate gibt an, mit welche
r Häufigkeit die Abtastung
des Analogsignals erfolgt. Durch die Abtastung erfolgt eine Zeitdiskretisierung des ana-
logen Audiosignals. Durch die anschließende Quantisierung erfolgt eine Amplituden-
diskretisierung des Signals. Die durch Abtastung und Quantisierung entstandenen Werte
werden auch als Skalenfaktoren bezeichnet. Ein Frame besteht immer aus einer festen
Anzahl von Skalenfaktoren.
Algorithmus-Grundlagen
Der Algorithmus arbeitet auf dem MPEG Audio Layer II-Format. Eine Erweiterung auf
die Formate MPEG Audio Layer I und III ist ohne Verfahrensänderungen möglich. So-
mit bietet das Verfahren verschiedene Anwendungsmöglichkeiten. Ein Einsatz emp-
fiehlt sich insbesondere bei komprimierten Audiodaten, die über das Internet angeboten
werden.
9
Vgl. Steinmetz (2000), S. 685.
10
Vgl. Steinmetz (2000), S. 685.
11
Vgl. Götzinger (2000).
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