| |
17
schen werden zu einem Einzelobjekt zusammengefügt und als Macro-Embedding-
Primitive (MEP) bezeichnet. Die Macro-Embedding-Primitive speichert ein Markie-
rungskennzeichen M, einen Index S und zwei Datenwerte D1 und D2. Zur Abfrage der
Markierung müssen die Maschen identifiziert werden, welche die Informationen enthal-
ten.
Die existierenden Algorithmen unterscheiden sich in der Robustheit auf Veränderungen
der Geometrie bzw. Topologie ihrer bearbeiteten Elemente. Robustheit wird durch
mehrfaches Einbringen derselben Information erreicht. Von daher sollte das Modell
möglichst umfangreich sein, damit die Anzahl der zu markierenden Primitive entspre-
chend hoch ist und somit die Komplexität eines Angriffs vergrößert wird. Allen Algo-
rithmen ist gemein, dass sie für 3D-Modelle, welche auf Basis der Beschreibungsspra-
che VRML (Virtual Reality Modeling Language) erstellt werden, ungeeignet sind. In
VRML ist es nicht möglich, einzelne Objekte direkt anzusprechen, sodass hier ein Was-
serzeichenverfahren benötigt wird, welches das Wasserzeichenmuster unmittelbar in das
gesamte dreidimensionale Datenmaterial einfügt.
Im folgenden soll zunächst ein Grundlagenüberblick über VRML gegeben werden, be-
vor im Anschluss daran basierend auf existierende Verfahren ein Ansatz vorgestellt
wird, der es ermöglicht, robuste Wasserzeichen in VRML-Modelle auch ohne Drei-
ecksmaschen einzufügen.
Grundlagen VRML
VRML ist eine einfache Sprache zur Beschreibung von 3D-Objekten und Umgebun-
gen24. Insbesondere für die Bereiche Multimedia und Internet gewinnt die Sprache auf-
grund ihrer charakteristischen Merkmale25 zunehmend an Bedeutung. VRML-
Dokumente verwenden einen hierarchischen Szenengraphen, um verschiedene Aggrega-
tionen dreidimensionaler Objekte zu beschr
eiben. Die dieses Szenengraphen
bilden die fundamentalen Bausteine einer VRML-Datei. Eine VRML-Datei beinhaltet
die textuelle Beschreibung der zu modellierenden virtuellen Welt.
Jeder VRML-Knoten verfügt über einen Datentyp und kann einen eindeutigen Namen
erhalten. Darüber hinaus sind Felder mit Feldwerten enthalten, welche die Attribute der
Knotentypen definieren. Zur Beschreibung von Geometrien gibt es unterschiedliche
Knotentypen, die sich in drei Gruppen26 einteilen lassen:
24
Henning (2000), S. 411.
25
Vgl. Henning (2000), S. 411f.
26
Dittmann (2000), S. 107.
|  |
|
| |
|
|